Lx-Office CRM – Customer Relation Management mit Linux

Es gibt eine Reihe von Open-Source CRM-Systemen, die unter Linux einsetzbar sind, und ebenso viele verschiedene Ansätze der Implementation. Lx-Office ist vergleichsweise systemoffen. Der Server sollte möglichst auf einem Linux-System installiert werden – eine Windows-Version gibt es zwar, wird aber nicht so gut unterstützt – die Clients benötigen aber lediglich einen Web-Browser, hier kann also jedes beliebige System eingesetzt werden.

Was leistet Lx-Office?
Abgesehen von ein paar Zusatzmodulen für Spezialaufgaben, besteht Lx-Office aus zwei Teilen, ERP und CRM, die unabhängig voneinander eingesetzt werden können aber auf denselben Datenbestand zugreifen. Wenn nur ein CRM benötigt wird, kann man sich also auch darauf beschränken und muss den ERP-Teil nicht benutzen. Der Server benötigt einen Apache Webserver und eine PostgreSQL Datenbank. Wenn man als Betriebssystem, wie empfohlen, ein Debian GNU/Linux einsetzt, sind diese Voraussetzungen leicht zu erfüllen und mit diesen Komponenten hat man ein System, das auch hohen Anforderungen gewachsen ist. Zur Erstellung von Dokumenten, wie Schriftverkehr, Angeboten und Rechnungen wird das professionelle Textsatzsystem LaTeX sowie OpenOffice eingesetzt.

Die Grundfunktionalität von Lx-Office lässt sich auf verschiedene Arten erweitern. Es können vorhandene Zusatzmodule eingesetzt werden, die allerdings teilweise keine Open-Source-Lösungen sind. Beispiele sind die Module, mit denen Online-Shops wie osCommerce, olCommerce, xtCommerce oder PhPepperShop angebunden werden können. Diese waren ursprünglich proprietär, sind aber inzwischen frei verfügbar und im Lx-Office-Paket enthalten. Eine zweite Möglichkeit der Erweiterung ergibt sich aus dem Open-Source-Ansatz. Fachkundige Entwickler können das System selbst erweitern (der CRM-Teil ist in PHP geschrieben, der ERP-Teil in Perl). Und einige Teile von Lx-Office wurden tatsächlich ursprünglich als kundenspezifische Lösungen entwickelt und sind nun Bestandteil des Systems, wie das Modul für den SEPA-Export.

Die Benutzeroberfläche – wie funktioniert Lx-Office?
Auch ohne Software zu installieren, kann man sich mit Lx-Office vertraut machen, wenn man den Demo-Zugang nutzt, der auf der Projekt-Webseite, www.lx-office.org zu finden ist. Hier kann man die Benutzeroberfläche des Lx-Office-Clients testen, der CRM- und ERP-Funktionalität integriert. Die CRM-Funktionen sind im ersten Menüpunkt zusammengefasst.

Das CRM-Menü beginnt oben mit einer allgemeinen Suchfunktion, Schnellsuche genannt. Die folgenden Menüpunkte lassen sich in vier Gruppen einteilen. Zuerst kommt die Stammdatenverwaltung. Hier gibt es je einen Menüpunkt für Kunden, Lieferanten und sonstige Personen und dann ein Untermenü, für die Erfassung dieser Daten. Der zweite Block befasst sich mit Kundenkontakten. Er enthält die Terminverwaltung, einen Dialog für das Management von Auftrags-Chancen, eine elektronische Wiedervorlagenmappe und einen einfachen E-Mail-Client, mit dem direkt aus dem System heraus E-Mails verschickt werden können. Im dritten Bereich werden lokale Daten verwaltet und zwar als Wissens-Datenbank, in Form eines digitalen Notizblocks und als Dokumenten-Management. Zum Schluss folgen die Verwaltungsfunktionen. Hier gibt es einen Zeiterfassungsdialog, ein Untermenü “Dienstleistung” mit Wartungsvertrag- und Maschinenverwaltung sowie ein Admin-Menü, das Dialoge für Dokumentenvorlagen, Etiketten-Layout, die Benutzerverwaltung und einige andere administrative Funktionen bereitstellt.

Woher kommt Lx-Office?
Lx-Office wird von den deutschen Firmen Lx-System und LINET Services GmbH entwickelt und entstand ursprünglich als deutsche Anpassung des kanadischen Systems SQL-Ledger, von dem man sich aber 2003 trennte, da die Unterschiede zu groß wurden. Seitdem wird das System unter dem Namen Lx-Office als eigenständiges Open-Source-Projekt weiterentwickelt.

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